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10 Jahre Rettungshundestaffel Nürnberg Land

Station Erste Hilfe HundDieses Wochenende fand vom 19.08.-21.08.2016 die Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Rettungshundestaffel Nürnberg Land statt – mit befreundeten Staffeln aus ganz Bayern. Wer diese Feierlichkeiten kennt weiß aber genau, dass nicht nur gefeiert wurde.

Am Samstag stand zunächst ein ausgiebiger Orientierungslauf auf dem Programm. Noch mit dem Frühstück wurde die Gruppeneinteilung bekannt gegeben. Um die Zusammenarbeit über die eigene Hundestaffel hinaus zu fördern, wurden gemischte Teams gebildet – und so fand man sich um 9:00 Uhr dann in den neuen Gruppen zusammen und beschnupperte sich zunächst. Die Hunde wortwörtlich, die Hundeführer symbolisch ;-). Dann ging es auch schon los.

Nachdem jede Gruppe einen Namen für sich gefunden sowie ein Maskottchen aus zur Verfügung gestelltem Material gebastelt hatte (hier waren sogar Laubsägearbeitskünste gefragt) begab man sich auf den Rundkurs.

Während des Orientierungslaufes galt es einerseits, den Weg durch Koordinaten und verschiedene Hilfestellungen zu finden, andererseits auch viele Aufgaben zu bewältigen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen:

  • Bei der Station Erste Hilfe Hund – sollte jeder Rettungshundeführer kennen – galt es, einen Pfotenverband anzulegen. So schnell und zugleich so genau wie möglich. Und halten sollte der Verband natürlich auch.
  • Auch um bei einem Menschen galt es, die Kenntnisse in Erster Hilfe zu zeigen. Es galt, eine Person nach Treppensturz bis zum Eintreffen des Notarztes zu versorgen.
  • Danach ging es zunächst hoch hinaus, bevor es steil nach unten ging. Eine Abseilübung stand auf dem vielfältigen Programm. Sowohl Hund als auch Hundeführer bekamen ein entsprechendes Abseilgeschirr verpasst. Das war bereits für den ein oder anderen Hund eine Herausforderung. Danach aber musste man sich aus dem Obergeschoss gemeinsam abseilen lassen. Da waren eher die Hundeführer gefordert, denn man musste Vertrauen haben in die Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht, die die Absicherung machten – und sich dann über die Kante in die Tiefe trauen. Alle sind natürlich sicher gelandet!
  • Eine andere Station forderte alles – Koordination, Geschick, Technik, Vertrauen, Geschwindigkeit. Es galt, das komplette Team Hunde und Hundeführer in einem Schlauchboot über die Pegnitz von der einen zur anderen Uferseite zu befördern. Die Wasserwacht hat Fahrdienst gespielt? Weit gefehlt – die Kameradinnen und Kameraden waren zwar da und haben die Rettungshundeteams angeleitet, gesichert und das Schlauboot zur Verfügung gestellt, aber der Rest musste selbst erledigt werden. Und das in einer vorgegebenen Zeit.
  • Es gab aber auch weniger spektakuläre Dinge, wie beispielsweise das Schmecken verschiedener Lebensmittel. Einfach? Ganz und gar nicht, wenn die Augen verbunden sind.
  • Bei einer anderen Station galt es, eine Strecke von 5 Metern mit verschiedenen Hilfsmitteln zu überqueren, ohne dass Hund oder Hundeführer den Boden berühren. Es gab nur Pflastersteine, eine Trittleiter, ein Brett, zwei Stühle und eine kleine Palette als Hilfsmittel – und das Damoklesschwert „Zeit“. Alle Hunde und alle Hundeführer musste in einem Zeitfenster ohne Bodenberührung die Strecke überwinden. Wenn man ein tolles Team hatte, war auch diese Aufgabe problemlos zu bewältigen.

Es gab noch etliche weitere Stationen und Aufgaben, die allesamt viel Spaß gemacht haben. Manchmal lernten Hundeführer und Hund Neues dazu, manchmal musste man allen Mut zusammen nehmen und manchmal war es einfach lustig.

Wer nun meint, am Sonntag nach dem Frühstück geht es nach Hause, lag falsch. Es gab noch ein weiteres Highlight in Form einer Rettungshunde-Olympiade. Es galt, einen Parcours als Team Hund/Mensch zu bezwingen. Slalom, Schuss mit einem Ball aufs Tor, Stange mit daran befestigen Luftballons überspringen, Tunnel, zwischen zwei gefüllten Futternäpfen hindurch, unter einem Flatterband durch und am Ende noch über eine Wippe. Bis auf die Wippe war es egal, ob Hund oder Hundeführer das Hindernis bezwangen – Hauptsache, Strecke bewältigt. Doch halt, ein kleines „Hindernis“ gab es noch. Am Anfang und am Ende mussten Hund und Hundeführer in einem kleinen abgesteckten Quadrat „Sitz“ machen. Am Anfang ging es eigentlich immer – am Ende gab es doch den ein oder anderen Vierbeiner, der zunächst über das Ziel hinaus schoss.

Die drei besten Teams bekamen noch Medaillen im Rahmen einer kleinen Siegerehrung.

Alle Teilnehmer/innen inkl. der Vierbeiner der Rettungshundestaffel Ansbach waren sich Sonntagnachmittag einig: Es war zwar sehr anstrengend und kräftezehrend, aber es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit toller Organisation!

Herzlichen Dank an die ausrichtende Staffel Nürnberg Land und die Fachdienste IuK (sie stellten eine Übungsleitstelle im ELW zur Verfügung), Wasserwacht, Bergwacht und die Helfer in der Rettungswache sowie alle fleißigen Hände vor und hinter den Kulissen – ihr habt das total toll gemacht. Herzlichen Dank!