Rettungshundearbeit ist ehrenamtliches Engagement - wir freuen uns über Unterstützer!

Close Icon
   
Contact Info     Wir sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

5 Mitglieder der Rettungshundestaffel Ansbach legten erfolgreich Eignungstest ab

Samstag, 21.05.2011

An einem herrlich sonnigen Samstag, der fast schon ein wenig zu warm war, begab sich ein 5-köpfiges Team mit seinen Hunden und einer Handvoll Zuschauer auf der Weg zur Rettungshundestaffel Nürnberger Land, um sich in Lauf dem Eignungstest zu unterziehen.

Wozu wird ein Eignungstest benötigt?

Bei diesem Test geht es darum, mit seinem Hund zu beweisen, dass er sich später einmal als Rettungshund eignen könnte. In unterschiedlichen Stationen und Situationen wird – in erster Linie den Hunden – so einiges abverlangt, was auch später einmal wichtig sein könnte, wenn es „ernst“ wird.

Ablauf der Prüfung

Der Test in Lauf war in drei verschiedene Gruppen und Stationen aufgeteilt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehner aus der Rettungshundestaffel Ansbach galt es zunächst, sich den Umwelteinflüssen zu stellen. Heißt: Die Hunde mussten beweisen, dass sie keine Angst vor hupenden und vorbeifahrenden Autos haben. Im anschließenden „Hund-/Mensch-Slalom“, galt es, sich anderen Hunden gegenüber in keiner Weise überängstlich oder gar aggressiv zu sein und sich zudem auch noch von einem fremden Hundeführer führen zu lassen.

In den darauf folgenden Einzelübungen stellten sich die Hunde Herausforderungen wie

  • Unterlaufen eines großen Tuches/Decke,
  • Vorbeigehen an einer donnernden und dröhnenden Blech-Tonne, die quasi als Trommel verwendet wurde,
  • ein rollendes Faß auf sich zukommen lassen,
  • Vorbeilaufen an einer laut dröhnenden und lärmenden Motorsäge,
  • Konfrontation mit einem Menschen, der stark humpelte und mit einem Regencape sehr unförmig wirkte,
  • Ruhigbleiben beim mehrmaligen Öffnen und Schließen eines großen Regenschirmes
  • und schließlich das Tolerieren eines heranrennenden Menschen, der sich vor dem Hund auf den Boden fallen ließ, kurz liegen blieb und nach wenigen Augenblicken laut schreiend wieder davon lief.

Es galt, bei diesen „Umwelteinflüssen“ möglichst ruhig – auf Neudeutsch cool 🙂 – zu bleiben.

Bei der nächsten Einheit war dann zusätzlich noch Geschick gefragt, denn folgende Aufgaben galt es zu bewältigen:

  • Slalom durch rauchende und stark riechende Blechdosen, die extra dafür befeuert wurden
  • Überwinden einer Art Brücke
  • Fortbewegung auf ungewöhnlichem Untergrund (Metallgitter, Plastikfolien, Paletten)
  • Spielen mit Spielzeug (z. B. Beißwust) mit einer fremden Person
  • Tragen lassen (inkl. Maulkorb (!) -> zum Schutz des Helfers; die Hunde sind zwar grundsätzlich nicht böse, aber das Tragen ist doch eher ungewöhnlich)
  • Durchlaufen eines Tunnels
  • den eigenen Hundeführer anzeigen, nachdem dieser sichtbar weggelaufen ist und sich in einem Holzverschlag versteckt hatte

Und schließlich ging es an der letzten Station noch darum, mit verschiedenen Personen in gewisser Weise „klar“ zu kommen. Es galt, mit mehrern Personen zu spielen – sowohl mit Spielzeug als auch mit Futter, aber auch ganz ohne „Hilfsmittel“. Und zum Abschluß dieser Station sollte der Hund bei seinem Hundeführer bleiben, während eine größere Personengruppe zunächst langsam, dann schneller und schließlich ganz schnell auf Hund und Hundeführer zugehen.

Für die Hundeführerinnen und Hundeführer, die an diesem Test teilgenommen haben, bedeutete dieser einen ersten großen Meilenstein in der Ausbildung ihres Hundes. Erstmals musste man vor den Augen von Prüfern zeigen, was der eigene Hund schon kann. Für den Hund nicht ungewöhnlich, denn er kennt keine Prüfungsangst – umso wichtiger, dass der Hundeführer entsprechend Ruhe ausstrahlt. Denn es galt, diesen Test zu bestehen, weil ohne positives Ergebnis kann man mit seinem Hund zu keiner weiteren Prüfung, in diesem Fall also Flächenprüfung, was das nächste große Ziel sein wird.

Dank der tollen Unterstützung des Ausbilder-Teams (herzlichen Dank an dieser Stelle an Euch! :-)) der Rettungshundestaffel Ansbach kamen alle 5 Teilnehmer/innen (Arthur Dlugosch mit Mia, Stefan Meyer mit Franzi, Anke Humml mit Gina, Andreas Röhr mit Balou und Simone Zipperer mit Nele) des Eignungstestes mit dem Resultat „bestanden“ nach Hause!

An dieser Stelle darf auch der Dank an die ausrichtende Staffel Nürnberger Land nicht vergessen werden für die tolle Organisation und die sehr gute Versorgung. Danke!