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Erste bundesweite Rettungshundeprüfung für Wassersuchhunde des Fachdienstes Rettungshunde

Ansbach, den 14.07.2012

Am Samstag fand im BRK Kreisverband Ansbach, Mittelfranken, die erste bundesweite Rettungshundeprüfung für Wassersuchhunde des Fachdienstes Rettungshunde statt.

Die DRK-Prüfungsordnung Wassersuche wurde vor 2 Jahren vom DRK-Präsidium und Präsidialrat verabschiedet. Die Ausarbeitungs- und Pilotphase begann bereits im Jahre 2000. Jetzt im Jahr 2012 konnte die erste Prüfung nach den in 10 Jahren gewonnenen Erkenntnissen umgesetzt werden.

Die Wassersuche ist eine Suchsparte, die wie das Mantrailing zum Bereich der Flächensuche gehört. Dabei ist der Wassersuchhund ein wertvolles Hilfsmittel bei Flächensucheinsätzen um zu klären, ob sich die vermisste Person unter Umständen in Gewässern im Suchgebiet befindet. Ferner kann der Wassersuchhund die Wasserwacht bei Suchaktionen auf Gewässern unterstützen und eine abzutauchenden Stelle auf einen ca. 10-20 Meter Radius eingrenzen.

Die Prüfung ist in 4 Prüfungsabschnitte unterteilt.

  1. Am Anfang steht der Fachfragentest, bei dem der Prüfling 25 Fachfragen beantworten muss.
  2. Anschließend beweist das Team Mensch – Hund durch den Individualgeruchstest, dass der vom Prüfer vorgegebene Geruch aus 5 Geruchproben richtig zugeordnet werden kann.
  3. Als nächstes kommt der Gehorsamsabschnitt, bei dem Hund und Hundeführer ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen.
  4. Der letzte Abschnitt der Prüfung ist die eigentliche Suche auf dem Gewässer. Hier soll das Team binnen 30 Minuten eine Wasserfläche von ca. 800 x 100 Meter mithilfe eines Bootes absuchen und dem Prüferteam mitteilen, wo die Taucher zum Auffinden der vermissten Person eingesetzt werden sollten. Befindet sich das vom Prüferteam vor der Prüfung ins Gewässer eingebrachte Geruchsstück in einem Umkreis von 10 Metern in dem Bereich, den der Hundeführer als primäres Tauchgebiet angibt, gilt die Prüfung als bestanden.

Sehr erfreulich war, dass bei der Prüfung für Wassersuchhunde in Ansbach 2 von 3 teilnehmenden Teams trotz zum Teil extremer Wetterbedingungen (heftige Windböen und Starkregen) ihre Prüfung erfolgreich ablegen konnten. Wir gratulieren dem Kreisverband München zu den ersten beiden Rettungshundeteams in der Sparte Wassersuche und wünschen ihnen für die künftigen Einsätze viel Erfolg und alles Gute.

Die Leiter der örtlichen Wasserwacht konnten sich durch ihre aktive Unterstützung der Wassersuchprüfung mit Boot und Bootsführer von der Leistungsfähigkeit von Wassersuchhunden überzeugen.

Alles in allem waren alle Beteiligten und Besucher von der Prüfung begeistert und von der Qualität der Rettungshundeteams überzeugt.