Rettungshundearbeit ist ehrenamtliches Engagement - wir freuen uns über Unterstützer!

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1. Grundsätzliches zum Training

Nur, wer eine Tätigkeit gerne ausübt und Spaß dabei hat, arbeitet auf Dauer gut und zuverlässig, mit der Bereitschaft sein Bestes zu geben. Dies ist nicht nur bei uns Menschen so, sondern gilt in selbem Maße für unsere Hundepartner. Bei der Ausbildung unserer Hunde wird dem zufolge über positive Bestätigung gearbeitet, was bedeutet, dass wir erwünschtes Verhalten der Tiere mit Spiel und Futter belohnen. Unerwünschtes Verhalten hingegen wird, je nach dessen Ursache, durch artgerechtes Verhalten unterbunden oder ignoriert. Übertriebene Härte oder gar Zwangsmaßnahmen, wie Stachelhalsband oder Teletac haben in der Hundeausbildung nichts zu suchen und sind gänzlich unerwünscht.

„Nobody is perfect“: diese Aussage trifft sowohl auf die Hunde, als auch auf ihre Führer zu. Unsere Hunde haben, ebenso wie wir Menschen, unterschiedliche Stärken und Schwächen. Daher ist es selbstverständlich, dass die Tiere die einzelnen Bereiche der Ausbildung unterschiedlich schnell erlernen bzw. sicher ausführen können. Aus dieser Tatsache heraus wird das Training in der Art gestaltet, dass jeder Hund durch individuelle Lernschritte, seiner Lerngeschwindigkeit angepasst, an die einzelnen Teilbereiche der Ausbildung herangeführt wird. Für Sie als Hundeführer ist es sehr wichtig, dies zu wissen und zu akzeptieren.

 

 

Konsequenz, Toleranz, Geduld und Kritikfähigkeit, sowie Übung, Übung und nochmals Übung sind der Weg zum Ziel

 

Generell wird eine regelmäßige Teilnahme am Training erwartet. Bei Verhinderung wird den Ausbildern Bescheid gegeben. Da wir diese Arbeit alle ehrenamtlich durchführen kann es natürlich auch zu Terminüberschneidungen kommen, sollte jedoch vorhersehbar keine regelmäßige Trainingsteilnahme möglich Sein, macht die Mitgliedschaft keinen Sinn. Auch die Staffelleitung und die Ausbilder leisten ihren Teil ehrenamtlich, jeder kann statt des Hundetrainings seine Freizeit anderweitig sinnvoll nutzen, deshalb wird von allen das Bestreben des regelmäßigen gemeinsamen Trainings erwartet. Für den Neuanfänger ist zu beachten, dass während des Grundkurses eine regelmäßige Teilnahme an des Ausbildungstagen erwartet wird, da zu lange Pausen in der Aufbauphase weder den Hund noch den Menschen Vorwärtsentwickeln. Ferner gilt zu beachten, dass ungeachtet wie viele Hunde man besitzt, nur EIN Hund ausgebildet wird. Nach bestandener erster Prüfung wird pro Hundeführer mit max. zwei Hunden pro Sparte in einem Training gearbeitet.

2. Was man so braucht:

Trainingstagebuch

Es hat sich als sehr nützlich erwiesen, dass Hundeführer ihre Eindrücke und einzelne Vorkommnisse bei den Trainingseinheiten mit ihrem Hund mit Hilfe eines Trainingstagebuches dokumentieren und vom jeweiligen Ausbilder abzeichnen oder kommentieren lassen. Dies hilft Ihnen und auch den Ausbildern, den Ausbildungsstand Ihres Hundes zu beurteilen und weitere Lernschritte noch individueller zu planen, sowie an einzelnen Lernschritten konsequent und ausreichend zu arbeiten.

Ausrüstung

Rettungshundeführer und ihre Hunde werden ausgebildet, um Menschen zu finden und Erste Hilfe zu leisten. Da die Einsätze unter den unterschiedlichsten Bedingungen erfolgen, finden unsere Trainingseinheiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, sowie bei allen Witterungsverhältnissen statt.

Dies bedeutet, dass Sie neben dem nötigen Idealismus, der körperlichen Fitness und dem Einbringen ihrer Freizeit einige Ausrüstungsgegenstände benötigen, um am Training teilnehmen zu können:

Hundeführer

  • wetterfeste Kleidung
  • geeignetes Schuhwerk
  • Taschenlampe

Hund

  • Lieblingsspielzeuge
  • Halsband und Leine
  • Futter zur Bestätigung
  • Licht
  • Wasser

3. Das Staffeltraining

Der Spaziergang

Es ist in unserer Staffel üblich, das Training mit einem kurzen, gemeinsamen Spaziergang der Hundeführer mit ihren Hunden zu beginnen. Die Hunde sind üblicherweise dabei nicht angeleint, um ihnen das gegenseitige Kennenlernen und das Ausleben ihres Bewegungsdrangs zu ermöglichen. Dies erleichtert es den Hunden, das im darauf folgenden Training von ihnen abverlangte Maß an Konzentration und Disziplin aufzubringen. Jeder Hundeführer ist dabei für sein Tier verantwortlich. Falls Ihr Hund in der Vergangenheit aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen gezeigt hat oder Sie sich über sein Verhalten in dieser Hinsicht unsicher sind, ist es unbedingt erforderlich, zur Verhütung von Streitereien zwischen den Hunden einige  Verhaltensregeln zu beachten:

Jeder Hundeführer ist für seinen Hund verantwortlich, egal ob an- oder abgeleint. Beobachten Sie sowohl Ihren, als auch die fremden Hunde. Halten sie bei Anzeichen von Aggressionen Abstand zu den anderen Hunden und setzen Sie, falls erforderlich, Maulkorb und Leine ein. Sollte es zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen, nimmt jeder Hundeführer seinen Hund aus dieser Konfrontation und zwar schnellstmöglich und konsequent. Läufige Hündinnen sind bei uns NICHT vom Training ausgeschlossen. Da es im Einsatz nicht vermieden werden kann, dass läufige Hündinnen oder ihre Witterung im Einsatzgebiet anzutreffen sind, müssen Rüden den normalen Umgang mit läufigen Hündinnen lernen. Im Wildhunderudel funktioniert das sehr gut, warum nicht auch sonst. Es wird nicht hingenommen dass Rüden einfach läufige Hündinnen besteigen, hier hat der Rüdenbesitzer die Aufgabe, besonders auf seinen Rüden zu achten!

Das Training

Beteiligen Sie sich von Anfang an unter der Anleitung unserer Ausbilder auch an der Ausbildung der anderen Hunde. Dadurch wird Ihnen ermöglicht, die anderen Hundeführer und ihre Hunde kennen zu lernen und Sie werden darüber hinaus viel über den Umgang mit Hunden und die Rettungshundearbeit lernen.

Während der Arbeit eines Hundes sind die anderen Hunde sicher verwahrt. Dadurch wird zum Einen verhindert, dass arbeitende Tiere durch ihre Kameraden abgelenkt werden und zum Anderen bekommt Ihr Hund die nötige Ruhephase vor und nach der Arbeit. Bieten Sie ihm zu diesem Zweck eine Ruhemöglichkeit in Ihrem Auto an.

Training außerhalb der Staffel

Rettungshundeführer ist man nicht nur 2x die Woche zu den gemeinsamen Trainingseinheiten der Staffel, sondern 24 Stunden am Tag! Das bedeutet, tägliche Aktivitäten mit Ihrem Hund sollten die Regel sein. Diese sollten das bekannt machen mit fremden Umwelteinflüssen, die Sozialisierung, sowie das Arbeiten am Grundgehorsam und Konzentration in Verbindung mit viel Spiel und Spaß beinhalten. Dies ist unabdingbar, um die für die Rettungshundearbeit wichtige Bereitschaft ihres Hundes zur Zusammenarbeit mit Ihnen heranzubilden und auszubauen.

„Rettungshundearbeit ist Teamarbeit“

Trainingsziele-Aufbau

Um mit seinem Hund am Training gezielt teilnehmen zu können ist es grundlegend nötig, erst als Hundeführer zu wissen wie ein Trainingsaufbau erfolgt, welches die ersten und nachfolgenden Trainingsziele sind, die Stärken und Schwächen seines Hundes kennen und akzeptieren lernen wie auch seine eigenen. Dies erfordert einen individuell unterschiedlich langen Prozess, der aufgrund der nun mal bei Hunden und Menschen sehr unterschiedlichen Individualität auch nicht an festen Stunden, sondern ausschließlich an erreichten Ausbildungsstandards darzustellen ist. Dies bedeutet auch, dass man die ersten Monate viel Zeit mit dem Zusehen und Lernen verbringt und nicht mit Arbeit mit dem eigenen Hund. Im Laufe der Entwicklung werden dann die ersten Ziele mit den Ausbildern formuliert und erarbeitet. Um eine Kontinuität und Qualität der Ausbildung darzustellen sollten, Sie baldmöglichst mit dem Trainingshandbuch beginnen.

Wenn die ersten Trainingsziele mit dem Hund erreicht sind ist wichtig, dass der Hundeführer seine Ausbildung nicht aus den Augen verliert und sich die notwendigen Theorie-Themen aneignet. Als Aus- und Fortbildungsnachweis ist das Testatheft zu führen, in dem alle Lehrgänge dokumentiert werden.

4. Organisatorisches

Das Staffeltraining findet immer mittwochs ab 19.00 Uhr und sonntags ab 9.00 Uhr statt. Andere Veranstaltungen werden ausgeschrieben. Die dafür vorgesehenen Örtlichkeiten entnehmen Sie bitte dem Trainingsplan.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail: kontakt@rettungshundestaffel-ansbach.de oder wenden Sie sich telefonisch an Armin Dlugosch (Tel. 0981 9508747).

Jeder Grundkurs-Teil kostet 50,00 € und ist vor Beginn des Ausbildungsschrittes auf das Konto des BRK Kreisverbandes Kontonummer 242 131, Bankleitzahl 765 500 00 bei der Sparkasse Ansbach mit dem Verwendungszweck „Rettungshundestaffel Grundkurs Teil X“ oder in bar zu bezahlen.

5. Was es sonst noch zu sagen gibt

Es hat sich eingebürgert, dass wir uns nach dem Training, so es die Zeit erlaubt, noch zusammensetzen. Dies ermöglicht einen über den Trainingsalltag hinausgehenden Erfahrungsaustausch und ein besseres Kennenlernen der Staffelmitglieder. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie, soweit es Ihnen möglich ist, an diesen „Treffen“ teilnehmen würden.

Die Rettungshundearbeit ist ein Fachdienst der BRK-Bereitschaften. Zu den Fachdienstaufgaben kommen natürlich auch die allgemeinen Aufgaben der Gemeinschaft. Diese sind insbesondere:

  • Sanitätsdienste
  • Mittelbeschaffung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Aus- und Fortbildungen
  • Teilnahme an Übungen der Gemeinschaft

Wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Hund!

Rettungshundestaffel Ansbach
Die Staffelführung